Monday, 3 October 2016

Hochsensibel: 10 Dinge, die mir gut tun

Kennt ihr diesen Zustand, der totalen (emotionalen) Erschöpfung? Man fühlt sich enorm ausgelaugt und k.o. und würde am liebsten nur auf der Couch liegen und sich ausruhen.

Ist auch mal toll und auch mitunter recht heilsam. Zu viel des Guten ist allerdings auch nicht unbedingt förderlich, da es z.B. zu viel Raum für negative Gedanken lassen kann ("was habe ich falsch gemacht", "was denkt er /sie über mich", "wie hätte ich mich besser verhalten" usw.) und sämtliche Szenarios in unseren Köpfen durchgespielt werden, die einen -- tadaaa -- nicht weiter bringen.
Diese 10 Dinge sind aus meiner Erfahrung allerdings schon auch mal hilfreiche Methoden, falls es an emotionaler Anstrengung einmal wieder etwas zu viel war:

1. Eat the rainbow: Frisches Obst und Gemuese in möglichst vielen Farben, möglichst unbehandelt geben uns die Energie zurück, die wir so dringend brauchen. Da wir in vielerlei Hinsicht hochsensibel sind, ist es am besten, auf möglichst unbehandelte Produkte zurückzugreifen. Auch schon die kleinsten Schadstoffe können uns wieder aus dem Ruder bringen. Daher, am besten: unbehandelt, möglichst roh, möglichst lokal und möglichst frisch - das gibt Power.

2. Bewegung: Ja genau. Ist bestimmt genau das, auf das Du gerade am allerwenigsten Lust hast. Aber es hilft. Am allerbesten draussen. Die frische Luft pustet eine ordentliche Menge Sauerstoff durchs System, Aktivität sorgt für eine gute Durchblutung und es werden Endorphine freigesetzt.

3. Yoga: Es muss nicht immer nur der Lauf durch den Herbstwald sein. Manchmal steht einem auch der Sinn nach einer sanften Aktivität, wie bspw. Yoga. Man muss auch nicht zwingend ein Yogastudio besuchen, man kann die Matte auch bequem zu Hause ausrollen. Mach Dir einen Tee, etwas Meditationsmusik, z.B. über Spotify, schmeiss dich in ein paar bequeme, am besten weisse Klamotten und roll die Matte aus. Über Youtube findet man viele Anleitungen und das www hält wirklich für alles Tips bereit. Wenn man will kann man sofort loslegen.

4. Meditation: Hmmm, wie mach ich denn das? ist eine allgemeine Frage, wenn es zum Thema Meditation kommt. Uns hoch sensiblen fällt allerdings die Innenschau gar nicht weiter schwer, da wir sie ohnehin schon dauernd praktizieren. Es geht um das Zur Ruhe kommen, oft konzentriert man sich auf den Atem und auf das Loslassen aller Gedanken. Mit ein bisschen Übung kommt man sehr schnell rein, und kann die Themen nach Wahl kultivieren. Z.B. Frieden, loslassen, Fülle usw.

5. Visualisieren: Kennt ihr das auch, dass ihr Euch in Sorgen, Aengsten, Ahnungen und anderen Irrungen und Wirkungen verhaspelt? Und dabei ganz vom Weg abkommt zu den Zielen und Dingen, die ihr eigentlich anstrebt? Habt ihr schon mal ausprobiert, Eure Fähigkeit der Visualisierung, also die Anschauung vor eurem inneren Auge einfach mal für Euch zu nutzen? Ist gar nicht so schwierig. In dem Buch "Creative Visualization" von Shakti Gawain ist es zudem auch noch einmal beschrieben. Die kleinen Aufgaben darin helfen einem auch noch einmal sehr, diese Technik noch weiter zu verfeinern.

6. Natur: Immer raus in die Natur. Immer, wenn ich in der Stadt gewohnt habe, hat es mich sofort raus gezogen in die Natur. Je reichhaltiger und friedlicher, desto besser. Wälder, Strände und Berge geben mir Kraft, Ruhe, Frieden und helfen mir, meine Batterien wieder aufzuladen. Im Optimalfall habe ich in meinem Job die Möglichkeit, mir meine Arbeit frei einzuteilen, und zwischendurch einen Lauf durch den Wald zu unternehmen, mit meinem Hund an die Luft zu gehen und einfach nur einmal für eine halbe Stunde abzuschalten. Danach bin ich wieder extrem leistungsfähig.

7. Abwechslung: Extreme Routine ist Gift für mich und raubt mir schnell alle Kräfte. Das habe ich schon sehr früh gemerkt. Neue Eindrücke auf Reisen oder auch damals im Studium geben mir sehr viel Energie und lassen mich inspiriert in den neuen Tag starten. Unser Geist ist es gewohnt, sich mit immer neuen Dingen zu beschäftigen, ist es immer das Gleiche, driftet er gern ins negative ab. Nein danke, her mit den Abenteuern.

8. Ruhe: Eine gute Dosis Ruhe ist wichtig. Wir brauchen mehr Ruhe als die meisten. Mehr Schlaf sowieso, aber vor allem auch die kleinen Rückzüge zwischendurch. Nicht nur die Toilette im Büro, nicht nur die Mittagspause (ahh, denn die ist sowieso nicht als Ruhepause zu rechnen, da überall so viele Menschen sind, ihre Erledigungen machen, in überfüllten Bistros ungesunde Snacks in sich reinschauen und dann zurück ins Büro hetzen.), denn die ist ja schon ausgebucht mit dem Mittagessen, nein, wir brauchen richtige Pausen, mal raus, mal das machen, was WIR wollen, nicht nach 30 min. (Natürlich streng überwacht vom Chef) wieder zurück am Platz, nein, wir müssen mal richtig raus, was anderes sehen, tun, denken, evl. ein Schläfchen halten und dann sind wir wieder für andere da. Und zwar mit Vollgas.

9. Filme, Buecher, Musik: Der Rückzug mit den gängigen Medien ist auch für uns gut. Aber nicht bestimmte Genres: Krimi, Horror, Thriller, Tragödien, alles was "dunkel", aggressiv oder sonst wie negativ ist, sollte ausgemacht, weggezappt und zur Seite gelegt werden. Ja wirklich. Zumindest ist es bei mir so. Wer kennt noch dieses komische Gefühl im Bauch nach einem Krimi? Oder die etwas miese Laune (ohne erkennbaren Grund) am nächsten Tag? Oder Ängste, die mal wieder an der Oberfläche kratzen? Nein, brauchen wir nicht, daher auch keine Krimis oder traurigen Filme. Daher, fröhliche Filme und Serien für unser Gemüt, spannende, wissenschaftliche Bücher um unseren Geist anzuregen und Musik, zu der man am liebsten Tanzen möchte.

10. Waerme: Immer wenn mir kalt ist, ist die etwas angeknackste Laune nicht weit. Aber wenn ich im Warmen bin steigt auch die Stimmung schnell an. Daher: Wärmflaschen, dicke Socken, Vollbäder, Sauna, Urlaub in der Sonne, warme Tees, Kakaos und Kaffees - ich komme!!


Was sind Eure Tipps und Tricks und was tut Euch gut?

Herzliche Grüße
Svenja

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